Februar 24

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Krapfen, Zucker und Monkey Bread

Ich lebe jetzt zwar seit einigen Jahren wieder in Deutschland, aber Fasching ist nicht so mein Ding. Krapfen schon eher, am liebsten mit Pflaumenmus. Aber auch die gab es bei uns dieses Jahr nicht. Und schuld daran ist der Zucker. Genau genommen: weicher, brauner Zucker. Mit Zimt. In Monkey Bread.

Eigentlich bin ich gar nicht wild auf Süßes. Aber ich backe gern, und deshalb liebe ich die Vielfalt an Zuckerarten, die es in jedem auch noch so kaffigen britischen Supermarkt gibt. Klar, Puderzucker, Kristallzucker, Demerara. Aber meine Favoriten sind Soft Brown Sugar und der wunderbare Muscovado. Diese Zuckersorten enthalten mehr Melasse und Feuchtigkeit. Sie sind klebrig, klumpen zusammen und duften herrlich. Gebackenes ist weich, riecht nach Weihnachten und macht glücklich.

Ja, aber Zucker ist doch ungesund...

Wie, ungesund? Ja klar ist Zucker ungesund! Hugh Fearnley-Whittingstall reagierte mal sehr angemessen auf die Aussage, Gebäck aus natürlichen Inhaltsstoffen habe sehr viele Kalorien: 

"Well, what do you expect? It’s a f***ing biscuit!"

- Hugh Fearnley-Whittingstall -

Backen gegen Heimweh

Und so haben wir das Faschingswochenende zu Hause verbracht, mit Monkey Bread und Earl Grey. Ein kleines Stückchen Nostalgie und ein kleines bisschen Heimweh nach dem Great British Bakeoff. Sorry, Krapfen.

Was ist denn jetzt Monkey Bread?

Monkey Bread ist Mitmachbrot. Hefeteig, in Bällchen geformt, dann in Butter und eine Zucker-Zimt-Mischung getunkt, in einer Form gestapelt, gebacken. Hübsch ist das Ganze nicht. Aber lecker. Und unordentlich. Ein bisschen verrückt. Also doch auch wieder passend für Fasching.

Ihr könnt gerne noch ein bisschen mehr darüber lesen. Michael Boodro hat im New York Times Magazine über Monkey Bread geschrieben, das Nancy Reagan angeblich auch gerne aß und servierte. Ich benutze allerdings nicht ihr Rezept, sondern das aus Ruby Tandohs Buch Crumb (Sie macht auch superleckere Zimtschnecken).

Und warum ist das gut für dein Englisch?

Gute Frage. Ein paar Schmankerl für Sprachfans gibt es bei Michael Boodro. Ist dieser “audience-participation loaf” nun genauso spaßig wie “a barrel full of monkeys”? Und wie viele Vokabeln kennen wir eigentlich, die irgendwas mit Affen zu tun haben? Simian, irgendwer?

Wenn Ihr Lust aufs Backen bekommen habt, schaut Euch online nach Soft Brown Sugar und Muscovado um. Sprachenlernen geht schließlich auch durch den Magen. 😉

Stöbern

Hugh Fearnley-Whittingstall, Hugh Fearlessly Eats It All: Dispatches from the Gastronomic Front Line
Ruby Tandoh, Crumb: A Baking Book.


Tags

baking, Food, idioms


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