Februar 24

Krapfen, Zucker und Monkey Bread

Ich lebe jetzt zwar seit einigen Jahren wieder in Deutschland, aber Fasching ist nicht so mein Ding. Krapfen schon eher, am liebsten mit Pflaumenmus. Aber auch die gab es bei uns dieses Jahr nicht. Und schuld daran ist der Zucker. Genau genommen: weicher, brauner Zucker. Mit Zimt. In Monkey Bread.

Eigentlich bin ich gar nicht wild auf Süßes. Aber ich backe gern, und deshalb liebe ich die Vielfalt an Zuckerarten, die es in jedem auch noch so kaffigen britischen Supermarkt gibt. Klar, Puderzucker, Kristallzucker, Demerara. Aber meine Favoriten sind Soft Brown Sugar und der wunderbare Muscovado. Diese Zuckersorten enthalten mehr Melasse und Feuchtigkeit. Sie sind klebrig, klumpen zusammen und duften herrlich. Gebackenes ist weich, riecht nach Weihnachten und macht glücklich.

Wie, ungesund? Ja klar ist Zucker ungesund! Hugh Fearnley-Whittingstall reagierte mal sehr angemessen auf die Aussage, Gebäck aus natürlichen Inhaltsstoffen habe sehr viele Kalorien: “Well, what do you expect? It’s a f***ing biscuit!”

Was ist denn jetzt Monkey Bread?

Monkey Bread ist Mitmachbrot. Hefeteig, in Bällchen geformt, dann in Butter und eine Zucker-Zimt-Mischung getunkt, in einer Form gestapelt, gebacken. Hübsch ist das Ganze nicht. Aber lecker. Und unordentlich. Ein bisschen verrückt. Also doch auch wieder passend für Fasching.

Wenn Ihr Lust aufs Backen bekommen habt, schaut Euch online nach Soft Brown Sugar und Muscovado um. Sprachenlernen geht schließlich auch durch den Magen. 😉

Nicht verlinkte Quellen:

Hugh Fearnley-Whittingstall, Hugh Fearlessly Eats It All: Dispatches from the Gastronomic Front Line

Ruby Tandoh, Crumb: A Baking Book.


Tags

baking, Food, idioms


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